
Wie wird mein Welpe stubenrein?

Gerade jetzt im Frühling entscheiden sich zahlreiche Menschen dafür, einen Hundewelpen bei sich aufzunehmen.
Eine der ersten Herausforderungen für die frischgebackenen HundehalterInnen kann das Thema Stubenreinheit sein und wird von manchen auch dementsprechend gefürchtet.
Aber keine Panik: In vielen Fällen ist es gar kein Thema, der Kleine ist in Kürze sauber und meldet brav, wenn er hinaus muss. In diesem Fall hat man viel dem Züchter zu verdanken, der seine Tiere offenbar unter guten Bedingungen gehalten hat.
Hundekinder entwickeln bald den natürlichen Drang, ihre unmittelbare Wohnumgebung sauber zu halten und diese daher zum Harn - und Kotabsatz zu verlassen. Nur wenn ihnen das möglich ist, lernen sie frühzeitig das richtige Verhalten.
Dabei kann und soll man sie unterstützen
Der Welpe muss lernen, was zu seiner Wohnumgebung gehört und er muss die Möglichkeit haben, diese rechtzeitig zu verlassen. Das erfordert von den neuen Besitzern zunächst gute Beobachtungsgabe, Geduld und Flexibilität.
Welpen neigen üblicherweise nach dem Fressen, nach dem Schlafen und beim Spielen zum Harn- bzw. Kotabsatz. Daher sollte man bei diesen Gelegenheiten automatisch mit ihnen hinausgehen. Falls der Weg ins Freie sehr lange ist (Liftfahrt, Stiegenhaus), sollte man das Tier anfangs tragen. Mit etwas Beobachtungsaufwand erkennt man bald auch schon, wann der Hund ein Bedürfnis hat: Er bewegt sich im Kreis und schnüffelt dabei am Boden. Das ist das Zeichen: Nichts wie raus!
Wichtig, und daran scheitern die Bemühungen im Freien zunächst häufig, ist der Umstand, dass Welpen leicht durch alle möglichen Umweltreize ablenkbar und auch angespannt sind. Wenn möglich sollte der aufgesuchte Ort daher ablenkungsfrei sein, damit das Tier ruhig und entspannt ist. Es sollte auch möglichst immer derselbe Platz aufgesucht werden.
War der Gang nach Draußen erfolgreich, ist das Tier sofort intensiv zu loben. Der Welpe lernt bald, dass dieses Verhalten durch sein Herrchen / Frauchen erwünscht ist und wird in Kürze auffällig zur Türe sehen, von selbst zur Türe gehen oder sich dort sogar mit seinem Anliegen melden.
Mit Lob kann man den Hund dann in weiterer Folge auch an Kotabsatz an erwünschten Orten gewöhnen.
Es ist auch von Vorteil, immer wieder dieselben Worte vor oder während des Kot-oder Harnabsatzes zu verwenden. Durch die Verknüpfung kann der Hund irgendwann fast auf Befehl.
Anfangs passiert aber immer wieder etwas in der Wohnung, das ist normal, weil der Welpe noch nicht die ganze Wohnung als seine Höhle betrachtet und auch seinen Körper noch nicht perfekt unter Kontrolle hat . In einem solchen Fall: Bitte nicht bestrafen oder schimpfen! Das löst im Hund nur unnötige Ängste aus, bringt aber keinerlei Nutzen, weil er den Grund des Ärgers nicht versteht.
Statt dessen sollte man einfach unmittelbar und ohne viel Worte mit dem Hund nach Draußen gehen, wenn man ihn gerade "auf frischer Tat" ertappt.
Die Plätze in der Wohnung, an denen etwas passiert ist, soll man gründlich reinigen, damit durch den Geruch kein Gewöhnungseffekt eintritt.
Oftmals ist die Nacht der problematischste Zeitraum - auch wenn man noch kurz vor dem Schlafengehen mit dem Hund im Freien war. Hier kann grundsätzlich helfen, den Welpen an eine Box als Schlafplatz zu gewöhnen. Diese kann er viel leichter als "seine private Höhle" erkennen und hält sie automatisch sauber. Den Welpen daran gewöhnen und nicht einfach einsperren! Anfangs muss man auch in der Nacht oft hinausgehen!
Woran müssen sich die neuen Welpenbesitzer noch gewöhnen?
Richtig: Das "Sackerl für's Gackerl" immer mit dabei zu haben - einen der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände der HundebesitzerInnen in der Stadt!
Bei weiteren Fragen zu diesem Thema kontaktieren Sie uns - Veterinäramt und Tierschutz unter der Telefonnummer (01) 4000 –8060.
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