
Robinie – Mögliche Gefahr für Mensch und Tier

Die Robinie oder Falsche Akazie ist ein sommergrüner bis zu 20 m hoher Laubbaum. In Wien findet man die Robinie in Gärten und Parkanlagen. Ursprünglich in Amerika heimisch wurde sie in Europa bald ein beliebter Zier- und Nutzbaum. Verwendet wird das Holz im Schiffs- und Möbelbau, als Schwellenholz und für Sportbögen. Die Blüten die im Mai und Juni erscheinen duften stark bergamotteartig und sind eine hervorragende Bienenweide. Der Akazienhonig hat eine helle Farbe und bleibt sehr lange flüssig.
Die Samen und die Rinde der Robinie enthalten gefährliche Giftstoffe. Diese führen zu Verklumpungen der roten Blutkörperchen und zu Gewebszerstörungen.
Durch das Einatmen des bei Holzdrechseln entstandenen Staubes, sowie durch den Genuß der Samen und das Kauen der süßen Wurzeln sind Vergiftungen, zum Teil mit tödlichem Ausgang aufgetreten. Schon 4 - 5 Samen können Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
Die Symptome beginnen beim Menschen mit Blässe, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Sehstörungen. Die Robinie ist auch für Pferde, Hunde, Nager, Katzen, Vögel und andere Haustiere giftig.
Pferde sind besonders empfindlich
Bei Pferden treten Erregungszustände, Apathie und zeitweise krampfartige Zuckungen auf. Im Jahre 1941 wurden 120 Pferde einer Feldartillerie über Nacht in einen aus Robinienholz gebauten Stall untergebracht. Die Pferde nagten am Holz der Stallwände. Bereits nach 4 Stunden waren die ersten Tiere tot. Insgesamt starben 32 Pferde.
Erste Hilfe für Mensch und Tier ist die Verwendung von Tierkohle und erbrechen lassen.
Weiter Maßnahmen sind sofortige Magenspülungen, Flüssigkeitszufuhr, Kontrolle der Nierenfunktion und symptomatische Behandlung.
Bei weiteren Fragen zu diesem Thema senden Sie eine E-Mail oder rufen Sie die Tierschutz - Helpline des Veterinäramts Wien unter der Telefonnummer (01) 4000 –8060.
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