Tierschutz in Wien
 
 

Rettungshunde – bellende Lebensretter

Der Einsatz von Rettungshunden ist eine nicht mehr wegzudenkende Hilfe, um in Not geratenen Menschen zu helfen.
Rettungshunde – bellende Lebensretter
© lv-hamburg.drk.de

Der Rettungshund ist ein speziell ausgebildeten Hund, der gemeinsam mit seinem Rettungshundeführer arbeitet, um vermisste oder verschüttete Personen aufzufinden. Eine organisierte Einheit von mehreren Teams wird als Rettungshundestaffel bezeichnet. Die ersten Rettungshunde der Geschichte waren Bernhardiner, die Berichten zufolge Mitte des 17. Jahrhunderts verirrte oder im Schnee verschüttete Menschen zum Kloster auf dem Großen Sankt Bernhard geführt haben und ihnen somit das Leben retteten.

Im Zuge der Berichterstattung über Erdbeben- oder Lawinenkatastrophen wird häufig ein Einblick in die Arbeit von Rettungshunden gewährt, weniger mediales Interesse finden die regionalen Einsätze im Rahmen der Vermisstensuche von älteren Menschen oder Kindern, die nicht minder wichtig sind.

Bei der Rettungshundearbeit kann man zwischen folgenden Einsatzbereichen unterscheiden:

Bei der Fährtensuche verfolgt der Hund die Spur eines Vermissten, wobei der Ausgangsbereich der Suche bekannt ist. Wenn dieser nicht bekannt ist, wird ein größeres Gebiet in Zick-Zack-Bewegungen abgesucht. Man spricht dann von Flächensuche.

Die Trümmersuche ist eine der schwierigsten Aufgaben, da der Hund auf Trümmern oder in eingestürzten Gebäuden selbstständig nach Opfern suchen muss und sich durch Störeinflüsse wie z. B. Rauch keinesfalls irritieren lassen darf.

Die Lawinensuche erfolgt ähnlich wie die Flächensuche in einem größeren Gebiet, wobei bei der Lawinensuche schnelles Handeln besonders wichtig ist und die Bewegungsmöglichkeiten durch den Schnee oftmals massiv eingeschränkt sind.

Die weniger populäre Wasserrettung ist nur in Gegenden mit bewachten Stränden üblich, da der Hund bereits vor Ort sein muss, um Ertrinkende ans Ufer zu ziehen.

Gute Kondition für Mensch und Tier erforderlich.

Nicht nur der Rettungshund, auch der Rettungshundeführer muss eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen. Neben der Bereitschaft, einen Großteil seiner Freizeit zu investieren, sollte der Hundeführer über eine gute körperliche und geistige Fitness verfügen, Freude an der ehrenamtlichen Tätigkeit mitbringen und ein Teamplayer sein. Vom Hund wird ein freundliches, stabiles Wesen sowohl Menschen als auch Artgenossen gegenüber erwartet und er sollte Freude an der Bewegung haben. Grundsätzlich sind alle jene Hunderassen geeignet, die ein hohes Maß an Arbeitswillen und Nervenstärke mitbringen, wobei mittelgroße Hunde die besten körperlichen Voraussetzungen mitbringen.

Die Ausbildung eines Rettungshundes kann auf spielerische Weise bereits im Welpenalter beginnen. Der Hund lernt mittels Motivation durch Spiel oder Futter, dass das Suchen und Auffinden von Menschen großen Spaß bringt. Er lernt, menschliche Gerüche aufzunehmen und über immer größere Distanzen zu verfolgen. Zunehmend werden je nach Sparte auch unangenehme Untergründe, Lärm und andere Ablenkungen eingebaut. Bis zur Einsatzfähigkeit eines Teams vergehen bis zu zwei Jahre, in denen mehrmals pro Woche trainiert werden muss.

Aber nicht nur die Ausbildung verlangt sehr viel von einem Team ab, auch im Einsatz ist ein hohes Maß an psychischer Belastbarkeit nötig, um mit den oftmals schwierigen Situationen umgehen zu können. In jedem Fall leisten sowohl der Rettungshund als auch der Rettungshundeführer einen unverzichtbaren Beitrag zum Gemeinwohl und verdienen Respekt und Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz im Dienste der Menschen.

 

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