
Kranke Wildkaninchen

Wenn sie auf einem Spaziergang ein Kaninchen sehen, das sich ihnen nähert, oder einfach sitzen bleibt, liegt der Verdacht nahe, dass dieses Tier nicht gesund ist. Wie bei allen anderen Wildtieren, gilt auch hier - bitte nicht angreifen. Diese Tiere sind eine Ansteckungsquelle für gesunde Tiere, auch für ihr Hauskaninchen.
RHD - nur für Kaninchen gefährlich
Eine Krankheit die derzeit in Wien grassiert, ist die sogenannte Rabbit Haemorrhagic Disease. Es handelt sich hier um eine Viruserkrankung, die eine sehr hohe Ausbreitungs- und Sterberate verzeichnet. In Wien wurden bis dato bereits 35 tote Tiere gefunden. Das RHD Virus (Calicivirus) ist auf Haus- und Wildkaninchen übertragbar.
Menschen und andere Heimtiere können nicht erkranken.
Die Krankheit breitet sich unter Kaninchen sehr schnell aus und endet in 80 - 100 % der Fälle tödlich.
Die Tiere zeigen oft keinerlei von außen erkennbare Symptome und brechen dann unter Schweratmigkeit und Quietschen tot zusammen.
WICHTIG: Bevor die Kaninchen sterben, verlieren sie jede Scheu vor Menschen. Bedenken sie bitte, dass sie diesen Tieren nicht helfen können. Es gibt keine Möglichkeit, diese Tiere zu heilen. Allerdings besteht die Gefahr das Virus zu verschleppen und somit andere, bis dato gesunde, Kaninchen anzustecken.
Das gilt auch für junge Kaninchen, die die Seuche manchmal überleben. Solche Tiere sind Virusträger und eine Gefahr für gesunde Wild- und Hauskaninchen!
Das Virus ist äußerst ansteckend, es wird von Tier zu Tier, sowie über Insekten, aber auch über Gegenstände (Futter) oder von Menschen auf das Kaninchen übertragen, da es in der Umwelt lange infektiös bleibt.
Parasiten
Außerdem gibt das Veterinäramt Wien zu bedenken, dass Wildtiere IMMER Träger von Parasiten aller Art sind. Würmer, Flöhe, Milben, Zecken etc., die sich auf und in diesen Tieren befinden, können auf Haustiere und auch Menschen übertragen werden.
Bei weiteren Fragen zu diesem Thema senden Sie eine E-Mail oder rufen Sie die Tierschutz - Helpline des Veterinäramts Wien unter der Telefonnummer (01) 4000 –8060.
Foto: Karsten Lange
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