
Fuchsbandwurm

Verbreitung und Entwicklung
Der Parasit, dessen Hauptverbreitungsgebiete Mitteleuropa, Nordamerika sowie Russland sind, ist in erster Linie ein Bandwurm des Fuchses, seltener von Hund und Katze.
Der Endwirt, vor allem der Fuchs, scheidet die Bandwurmeier, die sehr kältebeständig sind und monatelang infektiös bleiben, mit dem Kot aus. Der Zwischenwirt (Nager) nimmt die ausgeschiedenen Eier auf, aus dem Ei schlüpfen Larven, die sich über die Blut- oder Lymphbahn in den Organen (vor allem Leber, aber auch Lunge, Herz) verteilen.
Die befallenen Zwischenwirte werden im Laufe der Infektion immer schwächer und somit leichte Beute der Endwirte (Fuchs, Katze Hund), in denen sich die Bandwümer im Dünndarm
festsetzen und die Eier ausscheiden.
Durch Feldmäuse jagende Katzen kann der Fuchsbandwurm in häusliche Bereiche eingeschleppt werden.
Erkrankung des Menschen
Der Mensch stellt im Entwicklungszyklus dieses Bandwurmes einen Fehlzwischenwirt dar, der die Infektion nicht mehr an den Endwirt (Fuchs) weitergeben kann. In den Organen des
Menschen (vor allem in Leber, Lunge und Gehirn) entwickelt sich der gefürchtete Alveolar-Echinococcus ohne Kapselbildung, der das Gewebe der befallenen Organe röhrenförmig durchwächst und die Finnen (weiteres Entwicklungsstadium) in mikroskopisch kleinen Blässchen enthält. Das Finnengewebe breitet sich in den befallenen Organen aus, wodurch das ursprüngliche Gewebe nach und nach zerstört wird.
Erkrankungen werden oft erst nach vielen Monaten diagnostiziert und sind wegen des raschen und durchdringenden Wachstums operativ kaum zu behandeln und enden zumeist tödlich.
Vorbeugung
Infektionen wurden vor allem bei Menschen beobachtet, die in der Land- oder Forstwirtschaft tätig waren. Ein Großteil der Infizierten war Hunde- oder Katzenbesitzer.
Durch allgemeine Hygiene (Händewaschen nach Tierkontakten) können Infektionen des Menschen vermieden werden.
Hunde und Katzen, die in der Nähe von Fuchspopulationen gehalten werden, sollten deshalb auch regelmäßig entwurmt werden.
Früchte und Beeren, in Bodennähe gepflückt, sollten vor dem Genuss immer gewaschen werden, auch wenn eine Infektion mit Bandwurmeiern von Experten als nahezu unmöglich angesehen wird.
Bei weiteren Fragen zu diesem Thema senden Sie eine E-Mail oder rufen Sie die Tierschutz - Helpline des Veterinäramts Wien unter der Telefonnummer (01) 4000 –8060 an.
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