Tierschutz in Wien
 
 

Faszination Schlittenhunde

Der Traum von Wildnis und Freiheit, Bilder von verschneiten Landschaften und ein starkes Team aus Hunden und Mensch, das gemeinsam Abenteuer in Schnee und Kälte besteht – all dies assoziiert man gerne mit dem Thema Schlittenhunde. Hier ein kleiner Überblick über die Faszination Schlittenhundesport.
Faszination Schlittenhunde

Die Geschichte der Schlittenhunde

Wann genau Hunde erstmals als Zugtiere für Schlitten eingesetzt wurden, ist unklar. Der geographische Ursprung liegt vermutlich im nördlichen Sibirien, wo sich die Hunde bald als nützliche Helfer etablierten, um Nahrung über lange Distanzen zu transportieren.

Ursprünglich lag die Zuchtauswahl daher auf Ausdauer, sowie der Fähigkeit, sich an die niedrigen Umgebungstemperaturen anpassen zu können. Auch das optische Erscheinungsbild wie das dicke Fell war hier von Vorteil. Ein weiterer Faktor war die Leichtführigkeit der Tiere – durch ihre Bereitschaft zur Unterordnung und ihrem Gehorsam erleichterte sich die Arbeit mit ihnen enorm. Durch diese Voraussetzung entwickelten sich im Laufe der Zeit die auch heute noch bekannten und im Einsatz befindlichen Rassen.

Die Schlittenhunderassen

Heute gibt es mehrere Hunderassen, die für den Schlittenhundesport verwendet werden, obwohl grundsätzlich jede mittelgroße Rasse dazu geeignet ist, einen Schlitten zu ziehen. Gespannfahrer (so genannte Musher) nutzen häufig auch andere als die typischen Schlittenhunderassen oder Mischlinge als Gespanntiere.

Die ursprünglichen Schlittenhunderassen erhielten ihre Namen nach den einzelnen Volksstämmen, so wurde der Hund in Sibirien „Siberian Husky“ und der Hund der Malamuten „Alaskan Malamute“ genannt.

Wichtigste Voraussetzung ist der „Desire to go“ – also der Wille zum Laufen. Schlittenhunde laufen freiwillig, ohne jeden Zwang und mit großer Freude. Sie müssen vom Körperbau her in der Lage sein, Lasten auch über längere Distanzen zu ziehen. Und sie sollten je nach Einsatzgebiet mit großer Kälte zurechtkommen können.

Zu den vier anerkannten Schlittenhunderassen gehören der Alaskan Malamute, der Grönlandhund, der Samojede und der Sibirian Husky, die sich nicht zur im Körperbau, sondern auch in Ausdauer und Schnelligkeit etwas voneinander unterscheiden.

Der Schlittenhundesport

Ein Schlittenhundgespann, das so genannte Team, kann aus zwei bis zu über 12 Hunden bestehen. Abhängig davon, in welcher Position am Schlitten der Hund eingespannt ist, unterscheidet man zwischen Lead Dogs (Leithunde, an vorderster Front), Swing Dogs (Hunde direkt hinter den Lead Dogs), Wheel Dogs (Hunde, die direkt vor dem Schlitten laufen) und Team Dogs (Hunde zwischen Wheel Dogs und Swing Dogs).

Generell wird bei Schlittenhunderennen zwischen Wagenrennen und Schlitten- oder Schneerennen unterschieden. Während die Wagenrennen eher Trainingscharakter aufweisen, sind die Schlittenrennen die eigentliche Domäne des Schlittenhundesports.

Je nach Distanz unterscheidet man Sprint-, Mitteldistanz- und Langstreckenrennen. Zu den berühmtesten Langstreckenrennen, die den Schlittenhundesport bekannt gemacht haben, zählen an erster Stelle das Iditarod in Alaska, aber auch das Yukon Quest in Alaska und Kanada. Beide Rennen finden unter den sehr harten klimatischen Bedingungen des hohen Nordens statt und sind sportlich gesehen in ihrem Bereich Extreme.

Die Ausbildung der Schlittenhunde

Die Ausbildung dauert bis zu einem Jahr und beginnt im Alter von 6 Monaten, wobei die umfangreichste Ausbildung die Leithunde erhalten. Man beginnt anfangs, die Hunde langsam an die Last zu gewöhnen in dem sie zuerst am Halsband geführt werden. Hörzeichen werden hier bereits zum Einsatz gebracht, somit gewöhnen sich die Tiere sowohl an die Last, an die Geräusche und auch an Hörzeichen. Zunehmend wird das Training gesteigert und Kommandos abgesichert.

 

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