
Eiszeit für Enten und Schwäne

Extreme Temperaturen und zugefrorene Gewässer werden für Enten und Schwäne zur Belastungsprobe. Handlungsbedarf besteht laut dem städtischen Veterinäramt aber keiner.
Situation nicht dramatisch.
Da viele Gewässer zugefroren sind, gestaltet sich die Nahrungssuche für Enten, Schwäne und andere Wasservögel bei diesen niedrigen Temperaturen schwierig. Trotzdem besteht noch kein Grund zur Sorge. Laut Experten vom Veterinäramt der Stadt Wien (MA 60) erfordert die gegenwärtige Situation kein Einschreiten.
Die Tiere kommen mit der Kälte gut zurecht und finden noch ausreichend Nahrung. Auch Berichte über an der Eisdecke angefrorene Schwäne sind aus Wien noch nicht bekannt. Während der Kältewelle 2006 waren einige Wasservögel in diese Notlage geraten. Außerdem hatte damals der Wiener Tierschutzverein zusätzliches Futter für Enten und Schwäne bereitgestellt.
Füttern bringt mehr Schaden als Nutzen
Heuer ist dies nicht notwendig. Die MA 60 riet auf Anfrage von wien.ORF.at dezidiert davon ab, Schwäne oder Enten aus falschem Mitleid zu füttern. Die Situation sei bei weitem nicht so gravierend wie 2006. Eine unkontrollierte Fütterung würde den Tieren eher schaden als nützen.
Privatpersonen sollten Wasservögel das ganze Jahr über nicht füttern. Das Bereitstellen von zusätzlicher Nahrung kann die natürliche Balance in den Gewässern stören. Überdüngte Seen und eine verschärfte Rattenplage sind die Folgen. Besonders negativ sind die Auswirkungen, wenn man den Tieren Brotreste oder anderes ungeeignetes Futter reicht
Angefrorene Tiere bleiben Ausnahmefälle
Das Anfrieren von Vögeln am Eis kommt nach Angaben der MA 60 sehr selten vor. Solche Fälle treten nur dann auf, wenn das Wasser extrem schnell zufriert. Falls Passanten trotzdem angefrorene Schwäne oder Enten sehen, sollten sie das nächste Polizeikommando verständigen.
Oft ist ein Feuerwehreinsatz notwendig, um die betroffenen Tiere zu befreien. Um Fehlalarme zu vermeiden, appelliert das Veterinäramt, sich vor der Meldung eines Falles zu vergewissern, dass das Tier tatsächlich angefroren ist. Nicht jeder Schwan, der ruhig sitzend auf einer gefrorenen Wasserfläche zu sehen ist, sei angefroren, heißt es seitens der MA 60.
Textquelle: ORF
Foto: ORF
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