Tierschutz in Wien
 
 

Einige Krankheitsfälle durch Kuhpocken in Deutschland

Seltene Infektion durch "Schmuseratten"
Einige Krankheitsfälle durch Kuhpocken in Deutschland

Im Dezember 2008 wurden in Bayern einige Erkrankungsfälle bei Menschen durch  Kuhpocken entdeckt. Die Krankheit äußerte sich durch Fieber, Gliederschmerzen, Mattigkeit, Husten und spezifische Hautveränderungen. Diese Papeln, mit zentraler Eindellung und im weiteren Krankheitsverlauf mit krustigen Auflagerungen, waren von einer Schwellung der Lymphknoten in diesem Bereich begleitet.
Alle Personen hatten kurz vorher Ratten als Heimtiere erworben. Die Recherche des zuständigen Gesundheitsamtes ergab, dass alle Ratten aus derselben Quelle stammten. Obwohl die beim Züchter befindlichen Tiere keine Krankheitssymptome zeigten, wurden alle in Frage kommenden Käufer verständigt, um rechtzeitig auf Anzeichen einer Erkrankung bei Menschen und Tieren zu achten. Es traten jedoch keine weiteren menschlichen Erkrankungsfälle auf, jedoch zeigten einige der Ratten typische Hautveränderungen, nämlich schlecht heilende Wunden an Pfoten und Schnauze.

Wildtiere sind Überträger der Kuhpocken

Kuhpocken kommen in Europa und Mittelasien vor. Träger sind Wildnager, die jedoch keine Erkrankungssymptome zeigen. Durch diese kann die Infektion einerseits auf Katzen, die sie beim Beutefang erwerben, übergehen, andererseits ist eine Übertragung von Wildnagern auf Heimtiernager möglich. Eine Übertragung auf den Menschen wurde bisher äußerst selten beobachtet – in den vergangenen Jahren sind jedoch einige Fälle bekannt geworden, in denen eine Übertragung durch direkten Kontakt von Menschen zu Heimtierratten erfolgte. Menschen, die in der Kindheit gegen Pocken geimpft worden waren, erkrankten deutlich leichter.

Obwohl diese Erkrankung sehr selten ist, sollten Tierhalter besonders beim Auftreten von schlecht heilenden Hautveränderungen an Nase, Maul, Ohren und Pfoten ihrer Ratten unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen und bis zur Abklärung einen direkten Kontakt zu den Tieren ohne Handschuhe vermeiden.
Menschen, die schlecht heilende pockenartige Hautveränderungen aufweisen, sollten unbedingt einen Hautarzt aufsuchen und diesen über den Kontakt mit Heimnagern informieren.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema senden Sie eine E-Mail oder rufen Sie die Tierschutz - Helpline des Veterinäramts Wien unter der Telefonnummer (01) 4000 –8060.





 

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu diesem Artikel:





*) Bitte stellen Sie sicher, dass alle mit * gekennzeichneten Felder ausgefüllt sind.
 
© 2012 Veterinäramt & Tierschutz der Stadt Wien | Impressum | Benutzerhinweise
made_by_artware_PA.png