Tierschutz in Wien
 
 

Warum wir für unsere Hunde mitdenken müssen

Jährlich werden in Wien mehrere Hundert entlaufene Hunde aufgefunden und von hilfsbereiten BürgerInnen dem Veterinäramt gemeldet. Nur selten handelt es sich dabei um notorische Streuner oder „Ausbruchskünstler“, die ihrem Drang nach Freiheit folgen. Sehr oft hingegen wird das Entlaufen eines Hundes durch ein äußeres Ereignis verursacht. -
Warum wir für unsere Hunde mitdenken müssen

Geschichten über Fundhunde

 

Ein gutes Beispiel dafür ist das Erlebnis einer Familie, die eines Abends mit ihrem Hund nach Hause kam. Gerade beim Aussteigen aus dem Auto erfolgte in der Nähe ein lauter Knall durch einen Auspuff, worauf der kleine Mischling in Panik davon und fast in ein vorbeifahrendes Auto lief. Da sofort eine Verlustmeldung durch die verzweifelten Besitzer an das Veterinäramt   (Tierschutz - Helpline (01)4000/8060 ) erfolgte, konnte das Tier, das Gott sei dank nach einigen Stunden wohlbehalten von einem Passanten geborgen wurde, umgehend zurückgegeben werden.

 

Ähnliche Erfahrungen werden auch mit Hunden gemacht, deren Jagdtrieb so stark ist, dass sie darüber ihre HundeführerInnen vergessen.  Solche Hunde laufen in Verfolgung des "Objektes ihrer Begierde" oder dessen Fährte oft über weite Strecken. Nicht selten geraten die Hunde dann in Panik, wenn sie, speziell in ihnen unbekannten Gebieten, ihre Besitzer nicht mehr wiederfinden.

Um solche Erlebnisse zu vermeiden, sind für HundehalterInnen folgende Punkte besonders wichtig:

  • Der Hund muss so geführt werden, dass seine Hauptaufmerksamkeit immer auf den Hundehalter gerichtet ist. Der Hundehalter sollte im Mittelpunkt des Interesses des Tieres stehen und es sollte sich immer nach ihm orientieren können. Dafür ist natürlich ständige Aufmerksamkeit des Hundeführers nötig, um immer Verbindung mit dem Hund halten zu können und nötigenfalls auf ihn einzuwirken.
  • Bereits die Erziehung des Hundes sollte grundsätzlich darauf ausgerichtet sein, dass die Aufmerksamkeit des Tieres auf den Tierhalter gefördert und eine relativ sichere Grundgehorsamkeit trainiert wird.
  • Eines der wichtigsten Kommandos, die mit einem Hund immer vom Welpenalter an gelernt und immer wieder geübt werden sollten ist daher: "hier" oder "komm her".
  • Alle Eigenheiten des Hundes sollten dem/der  HundeführerIn bekannt und bewusst sein. Er/Sie sollte abschätzen können, wie der Hund in bestimmten Situationen reagiert und diese möglichst vor dem Hund erkennen.
  • HundehalterInnen muss die Verantwortung für ihr Tier bewusst sein. Sie müssen für das Tier mitdenken, da sie im Gegensatz zu ihm mögliche Folgen von dessen Verhaltensweisen  rechtzeitig erkennen können. Gibt es keine andere Möglichkeit, ist der Hund an die Leine zu nehmen.

 

Verlorengegangene Hunde reagieren unterschiedlich; einige suchen hektisch ihre Besitzer, andere verstecken sich oder flüchten vor allem, besonders vor Annäherungsversuchen von Menschen, andere wieder folgen fremden Menschen und suchen bei ihnen Hilfe. Außergewöhnlich verhielt sich zu Silvester ein Husky, der aufgrund der Knallerei verlorenging und sich kurzerhand in das Wohnzimmer eines fremden Hauses (dessen Bewohner auch gerade draußen das Feuerwerk bewunderten) begab und dort gelassen niederließ.

 

Als Hundeführer, dem sein Tier entlaufen ist, bleibt man am besten in der Nähe des Ortes, an dem man den Hund zuletzt gesehen hat, meldet den Verlust bei der Tierschutz - Helpline des Veterinäramtes (01) 4000/8060 und lässt das Mobiltelefon eingeschaltet. In den meisten Fällen werden die Hunde bald von Passanten gemeldet oder kehren selbst zurück.

 

In diesem Zusammenhang abschließend noch zwei Hinweise aus der Erfahrung des Veterinäramtes:

 

  • Bitte befestigen Sie die Hundemarke am Halsband oder Brustgeschirr des Hundes! Mit ihrer Hilfe können die zum Hund gehörenden TierhalterInnen am schnellsten ausfindig gemacht werden. Zuhause in der Schublade hat die Marke keinerlei Nutzen!
  • Bitte geben Sie bei der Anmeldung des Hundes bei der Stadtkasse unbedingt Ihre Telefonnummer, am besten eine Handy-Nummer an! Wenn Ihr Hund wirklich davonlaufen sollte, können Sie so am schnellsten von seinem Fund verständigt  werden.

 

 

 

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