Tierschutz in Wien
 
 

Streunerkatzen in Wien

Ein Kastrationsprojekt bei dem öffentliche und freiwillige Organisationen perfekt zusammen arbeiten - Auch an manchen Plätzen Wiens leben verwilderte Hauskatzen – sogenannte Streunerkatzen. Unkontrollierte Vermehrung hat zur Folge, dass die Futterressourcen oft nicht reichen und sich Krankheiten unter den geschwächten Tieren ausbreiten.
Streunerkatzen in Wien

Streunerkatzen in Wien

 

Ein Kastrationsprojekt bei dem öffentliche und freiwillige Organisationen perfekt zusammen arbeiten

 

 Wir kennen sie aus so manchem südlichen Urlaubsland, wo sie häufig vorkommen und bisweilen sogar  beliebte Motive für Ansichtskarten und Fotos sind, aber es gibt sie – viel seltener - auch bei uns:

Auch an manchen Plätzen Wiens leben verwilderte Hauskatzen – sogenannte Streunerkatzen. Die meisten dieser Tiere sind Abkömmlinge ursprünglich von ihren Besitzern ausgesetzter oder entlaufener Hauskatzen, die durch das Leben in Freiheit scheu geworden sind. Obwohl sie die gleichen körperlichen und geistigen Anlagen wie unsere Heimtier – Katzen besitzen, leben sie wie Wildtiere. Sie ernähren sich von der Jagd auf kleine Tiere, erschließen sich aber auch geschickt durch den Menschen geschaffene Futterquellen.

 

Die Kastration hilft Katzenleid zu verhindern

 

Unkontrollierte Vermehrung hat zur Folge, dass die Futterressourcen oft nicht reichen und sich Krankheiten unter den geschwächten Tieren ausbreiten.
Daher wurde vor wenigen Jahren ein Projekt der Tierschutzombudsstelle Wien zur Kastration verwilderter Katzen ins Leben gerufen. Mit Unterstützung des Katzenheims Freudenau und der Tierecke der Kronenzeitung werden Streunerkatzen gefangen und an der Veterinärmedizinischen Universität nach einer klinischen Untersuchung kastriert.

 

Seit kurzem erhält dieses Projekt Unterstützung durch die MA 60 – Veterinäramt der Stadt Wien, die ihr Tierrettungsauto, das von einer ausgebildeten Tierpflegerin gefahren wird, dafür zur Verfügung stellt.
Das Einfangen der Tiere ist normalerweise nur mit Lebendfallen möglich, die fachgerecht durch diese Tierpflegerin aufgestellt und betreut werden.

Nach der Kastration werden die Katzen mittels Mikrochip gekennzeichnet und in ihrer gewohnten Umgebung wieder freigelassen. Diese Vorgangsweise zielt darauf ab, gesunde Katzenpopulationen zu schaffen, die in ihrer Tieranzahl konstant bleiben. Durch diese Populationen wird der Nachzug von unkastrierten Streunern in diese Territorien  verhindert.
Bisher wurden über 600 Katzen durch dieses Projekt betreut.

 

Streunerkatzen sind als Heimtiere ungeeignet

 

Manchmal wird die Meinung vertreten, es sei besser gefangene Streunerkatzen nicht wieder freizulassen, sondern als Haustiere zu halten. Erfahrungsgemäß ist leider die Gewöhnung von in Freiheit geborenen und aufgewachsenen, wildlebenden Katzen an ein Leben als Haustier meist nicht möglich. Die Alternative dazu, die Haltung in Tierheimen, widerspricht dem Tierschutzgedanken. Ein solches Leben würde für die Katzen nur lebenslangen Stress, also Leiden, bedeuten.

Viele Menschen nehmen sich Streunerkatzen an, indem sie sie füttern und ihnen Schlafplätze anbieten. Was ist dabei zu beachten?
Gefüttert werden darf nur mit Einverständnis des Eigentümers des Grundstückes, auf dem die Tiere angetroffen werden. Jedenfalls müssen hygienische Aspekte berücksichtigt werden – das Stehenlassen von nicht gefressenem Futter, das verderben kann, beeinträchtigt die Gesundheit der Katzen. Übrig gebliebenes Futter lockt zudem eine Menge anderer Tiere an – einerseits andere Katzen, die gar nicht auf dieses Futter angewiesen sind, andererseits auch kulturfolgende Wildtiere wie Füchse oder Dachse. Diese suchen durch solche regelmäßigen Futterangebote umso mehr die menschliche Nähe, was von den meisten Menschen zumindest als Belästigung empfunden wird.
Nicht zu vergessen sind Rattenplagen, die durch unkontrolliertes Füttern entstehen können!

Wenn gefüttert wird, sollte dies jedoch regelmäßig erfolgen, da sich die Katzen nach einer gewissen Zeit darauf verlassen und die Suche nach anderen Futterquellen einschränken.
Futterplätze sind daher regelmäßig zu betreuen und zu reinigen.

 

Streunerkatzen melden

 

Wenn Sie Streunerkatzengruppen in Wien kennen, die noch nicht vom Projekt der Tierschutzombudsstelle Wien (TOW) erfasst sind, können Sie dies direkt der TOW oder der Telefonnummer 01/318 00 76 – 75079 melden. Bei weiteren Fragen zu diesem Thema senden Sie eine E-Mail oder rufen Sie die Tierschutz - Helpline des Veterinäramts Wien unter der Telefonnummer (01) 4000 –8060.




 

 

 

 

 

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Bisherige Meinungen zu diesem Artikel

Macho Martina am 16.06.2011, 08:32h
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir (die Belegschaft einer Firma) haben auf einem Betriebsgrundstück wildelebende Katzen gefüttert, die jetzt (leider) junde bekommen haben. Gibt es noch die Aktion des Einfangens und Kastrierens, damit sie sich nicht unendlich vermehren? Könnten Sie mir bitte einen Kontakt nennen?
Vielen Dank für Ihre Mühe,
Mag. Martina Macho
 
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