Tierschutz in Wien
 
 

Hurra - wir bekommen tierischen Zuwachs!

Was ist zu beachten, wenn ein neues vierbeiniges Mitglied in der Familie aufgenommen wird? Ein kurzer Leitfaden. -
Hurra - wir bekommen tierischen Zuwachs!

 

 

Endlich ist es soweit: Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung! Ein putziges kleines Fellbündel kommt ins Haus - der Beginn eines reicheren Familienlebens mit Hund, Katz & Co.  Aber was braucht das neue Familienmitglied - neben Ihrer Zuneigung - eigentlich alles, damit es sich bei Ihnen so richtig wohl fühlt? Und worauf müssen Sie besonders achten, wenn der kleine Vierbeiner zum ersten Mal sein neues Zuhause betritt? Die Checkliste am Schluss hilft Ihnen dabei!

Die Ankunft im neuen Zuhause
Da Mensch und Tier Zeit und Ruhe brauchen, sich aneinander zu gewöhnen, wählen Sie am besten ein Wochenende ohne Termine und Besuch. Denn für den kleinen Neuankömmling ist die Ankunft in der fremden Umgebung noch aufregender als für die menschlichen Familienmitglieder. Ein Kätzchen holen Sie am besten in einem verschließbaren Transportkorb ab, für einen Welpen nehmen Sie Halsband und Leine mit.

Setzen Sie sich neben den Vierbeiner auf den Rücksitz des Autos und reden Sie beruhigend auf das verängstigte Tier ein. Sorgen Sie für eine ruhige Fahrt (ohne Rallye-Fahrstil oder lautes Geschimpfe); umso weniger fürchtet sich Ihr neuer Hausgenosse dann bei späteren Autofahrten.

Zu Hause angekommen, öffnen Sie den Transportkorb bzw. nehmen den Hund von der Leine. Legen Sie sich am besten zu dem Tierkind auf den Boden (vergessen Sie nicht: Aus der Sicht eines Welpen oder eines Kätzchens sind Sie ein Riese!) und - üben Sie sich in Geduld! Warten Sie, bis der Vierbeiner von selbst beginnt, seine neue Umgebung zu erforschen und zu Ihnen kommt, um die ersten Streicheleinheiten zu fordern.

Da die ganze Aufregung hungrig macht, gibt´s erst einmal was zu Fressen und frisches Wasser, am besten hochwertige Produkte, die speziell für Welpen und Katzenkinder zusammengestellt sind: Da bekommen die Kleinen alles, was sie brauchen, schon in der richtigen Zusammensetzung.

Setzen Sie Ihr Kätzchen nach dem Fressen gleich auf die Katzentoilette bzw. gehen Sie mit Ihrem Welpen sofort hinaus zu dem Platz, wo er auch später sein Geschäft verrichten soll. Wenn das erledigt ist, gibt´s erst mal eine schöne lange Ruhepause und dann steht den weiteren Erkundigungen des neuen Zuhauses nichts mehr im Wege.

Ein Hund kommt ins Haus

Fertignahrung für Ihr Tier sowie die nachfolgend angeführten Utensilien bekommen Sie in den Tierabteilungen der Garten- und Baumärkte und in praktisch jedem Supermarkt. Für spezielle Wünsche wenden Sie sich am besten an den Zoofachhandel.

Schlafplatz: Eine dicke Decke, eine Matte, eine alte Matratze oder ein Körbchen, das mit einer Decke ausgelegt ist. Der Platz muss vor Zugluft geschützt und an einer ruhigen Stelle sein.

Futter- und Wasserschüssel: Eine standfeste Schüssel für Fertignahrung und eine Wasserschüssel. Die Schüsseln nach jedem Fressen mit heißem Wasser auswaschen. Bei größeren Hunden die Schüsseln erhöht aufstellen, sodass der Hund sich nicht so weit hinunterbeugen muss - das hilft bei der Verdauung.

Halsband, Leine, Beißkorb: Halsband und Leine brauchen Sie bereits, wenn Sie den Kleinen abholen. Für Welpen und kleine zarte Hunde nehmen Sie am besten ein Brustgeschirr, das schont die Knochen. Gewöhnen Sie den Hund gleich an den Beißkorb, dann haben Sie keine Probleme, wenn er ihn in der Straßenbahn oder im Bus tragen muss.

Bürste, Striegel: Bürsten bzw. striegeln Sie den Hund einmal täglich. So bleibt sein Fell sauber und Sie entfernen nach dem Spazierengehen gleich den Schmutz. Baden Sie den Hund nur, wenn es unbedingt notwendig ist (z.B. wenn er sich in etwas Übelriechendem gewälzt hat).

Spielzeug: Da Hunde gerne spielen, brauchen sie hundegerechtes Spielzeug, das auf ihren Körperbau, ihren Bewegungsdrang und ihre Sinne abgestimmt ist - am besten aus robustem, ungefährlichem Gummi; z.B. Wurfscheiben, Gummiknochen, Rahmenbälle etc.

Eine Katze kommt ins Haus
Transportbehälter: Am besten sind von oben zu öffnende Plastikbehälter - sogenannte Kennels - mit Sichtgitter; die Katze fühlt sich sicher und kann auch beim Tierarztbesuch drin sitzen bleiben.

Katzentoilette: Der ideale Standort dafür: eine ruhige Stelle, an die sich die Katze zurückziehen kann und die leicht zu säubern ist. Verwenden Sie geruchsbindende Streu und eine Plastikschaufel in Gitterform, mit der Sie durchfeuchtete Stellen täglich herausnehmen können. Einmal pro Woche muss die Streu komplett über den Hausmüll entsorgt werden und die Katzentoilette gründlich gesäubert werden. Bei Unsauberkeit lehnt die reinliche Katze ihr Klo ab.

Kratz- und Trimmbaum: Die Katze braucht ihn unbedingt zum Schärfen der Krallen (ansonsten wird sie Ihre Polstermöbel und Kästen dazu verwenden). Er ist mit rohem Sisaltau umwickelt und sollte 80 bis 100 cm hoch sein, mindestens aber so hoch wie die Katze, wenn sie sich durchstreckt. Im Idealfall ist oben noch eine feste Platte, auf die sie sich zurückziehen kann.

Futter- und Wasserschüssel: Mindestens eine standfeste Schüssel für Dosen- oder Schalennahrung, eine für Trockennahrung und Katzensnacks und eine Wasserschüssel. Die Schüsseln einmal täglich auswaschen, aber nur mit heißem Wasser, denn Spülmittel riecht das feine Katzennäschen sofort - und dann kann durchaus das Fressen verweigert werden.

Katzengras: Nicht vergessen: Ein Topf mit Katzengras (Blumenhandlung) ist wichtig für die Gesundheit des Tieres. Beim Putzen verschluckt die Katze immer wieder Haare, die mit dem Gras wieder herausgewürgt werden.

Bürste, Metallkamm, Spielzeug: Weiters brauchen Sie noch Bürste und Metallkamm zum Striegeln (aber nicht aus Kunststoff, da laden sich die Borsten auf) und Spielzeug, wobei Ihrer Phantasie hier keine Grenzen gesetzt sind. Aber nehmen Sie keinesfalls das so beliebte Wollknäuel: Wenn die Katze den Faden verschluckt, kann das zu schweren gesundheitlichen Problemen führen.

 

Text: Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT)

 

 

 

 

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